2. Liechtensteiner Impact Investing Forum: Diskussionsplattform etabliert sich

Am 6. Februar fand in Schaan zum zweiten Mal das Liechtensteiner Impact Investing Forum statt. Die Expertin für Responsible Investing Dr. Ingeborg Schumacher war für den Responsible Investing Blog dabei: Nach der erfolgreichen Premiere im Herbst 2012 wurde der zweite Durchlauf  ausgeweitet: Nun gibt es einen Workshop und eine Abendveranstaltung. Am Intensiv-Seminar am Nachmittag wurden Erfolgsrezepte für die Vermögensverwaltung von Stiftungen und institutionelle Investoren diskutiert.  Abends boten Vorträge und Diskussionen unter dem Leitsatz „Erfolgsgeschichten selber schreiben“ Einblick in die Praxis. Über 70 Teilnehmer, darunter Vertreter von Verbänden, professionelle Investoren und Berater nutzten die Chance zu intensivem Austausch.

Die zentrale Frage des Seminars für institutionelle Anleger und gemeinnützige Stiftungen: „Wie setze ich mein Kapital ein?“ wurde sowohl mit dem Hintergrund einer gesellschaftlichen Verantwortung wie auch unter monetären  Aspekten beantwortet. Der Geschäftsführer der Velux Stiftung und Vorstand von Swissfoundations  Lukas von Orelli hatte sogar die Frage in den Raum gestellt, ob Stiftungen ihren Stiftungszweck überhaupt vollumfänglich unterstützen, wenn sie nicht auch Ihr Kapital in den Dienst des Stiftungszwecks stellen.

Die Stiftungsverbände wie der Bundesverband Deutscher Stiftungen und Swissfoundations begleiten ihre Mitglieder bei der Erarbeitung von Lösungen mit Arbeitskreisen, konkreten Merkblättern und Erfahrungsberichten. Bei der Umsetzung ist ein stufenweises Verfahren sinnvoll, um sowohl im Stiftungsrat wie auf Seite der Asset Manager Lernprozesse zu ermöglichen. Sehr wertvoll waren dafür die konkreten Hinweise für eine Implementierung, die beim Impact Investing Forum gegeben wurden: Der Stiftungsrat ist viel einfacher zu Schritten zu motivieren, wenn anhand von konkreten Beispielen klar wird, dass der Stiftungszweck durch Investments sabotiert wird. Wichtig sind auch regelmässige Gespräche mit den Managern, um ihre Umsetzung kritisch zu begleiten.

Abschliessend wurde die Chance aufgezeigt, das institutionelle Kapital auch als Ressource zu verwenden. Damit ist auch eine regionale Verantwortung verbunden, eigenes Kapital für Ideen aus der Region bereitzustellen und unternehmerisches Engagement zu fördern. Mit einem konkreten Fallbeispiel einer Firma und dem Dialog zu  ihren Investoren wurde illustriert, wie durch die Bereitstellung von Risikokapital eine hohe Wertschöpfung und attraktive Renditen erreicht wurden.

Zu den Vorträgen des Impact Forums

Share on Facebook
Bookmark this on Delicious